Critical European Studies Workshop in Barcelona

Bildquelle: philippe leroyer (CC-Lizenz Flickr)

We would like to invite you to the upcoming Critical European Studies Workshop, taking place at the Universitat Pompeu Fabra in Barcelona from 29 to 30 May 2015. The workshop is the sequel of last year’s successful workshop at the Vrije Universiteit Amsterdam, bringing together scholars from the Critical Political Economy Research Network (CPERN) and from the Arbeitskreis für kritische Europaforschung (AkE). The workshop provides a forum for critical scholars within and outside academia as well as activists to meet and discuss critical theoretical perspectives on the configuration of European capitalism, the EU, its crisis and
political resistance. This year’s workshop focusses on austerity, the political economy of Spain, debt as well as strategies of social movements, trade unions and new left parties.

The format of the Barcelona workshop will be similar to the one in Amsterdam. In order to foster a constructive debate the workshop will avoid the ‘usual’ conference structure with individual paper presentations and foregrounds collective discussions instead. We will proceed on the basis of thematic block sessions of 120 minutes – with each tabling a core text that all participants will have read beforehand. The sessions start with a brief introduction, and 5 to 6 participants discussing and enhancing the perspectives developed in the core text from the angle of their own research/activism (5 minutes each). This is followed by a mumble where all participants share their ideas on the inputs in small groups of 3-4 people (5 minutes), after which the floor will be opened for a plenary discussion.

The workshop is open to all scholars and activists interested in critical perspectives on European integration. To register, please write a message to criticaleuropeanstudies@gmail.com.

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Neue Publikation: Perspektiven und Konstellationen kritischer Theorie

rKritische Theorie stellt sich in den Auseinandersetzungen der letzten Jahrzehnte nicht als eindeutig abgrenzbarer theoretischer Zusammenhang mit festem Methodenkanon und einem privilegierten gesellschaftlichen Untersuchungsgegenstand dar. Der Beliebigkeit ausschließende Zusammenhang besteht in der geteilten Intention der Kritik von überflüssiger Herrschaft. Der Band präsentiert dementsprechend sowohl einige für aktuelle Debatten wichtige theoretische Perspektiven als auch zentrale Themen und Gegenstandsbereiche. Die Auswahl der Beiträge und ihrer Themenstellung verdankt sich auch den aktuellen gesellschaftlichen Krisenphänomenen im Anschluss an die Weltwirtschaftskrise. Deshalb nehmen Auseinandersetzungen mit der Krise der Demokratie und Fragen von Hegemonie- und Staatstheorie einen breiten Raum ein. Daneben finden sich grundlagentheoretische Analysen zu einzelnen Herrschaftsdimensionen und ihrem Verhältnis zueinander, Beiträge zur Intellektuellentheorie und zur Kritik der Wissensgesellschaft. Abgeschlossen wird der Band durch ein Gespräch der HerausgeberInnen mit Alex Demirovic, dem der Band zu seinem 60. Geburtstag gewidmet ist. Wie kein anderer Autor im deutschsprachigen Raum hat Alex Demirovic die vielfältigen Perspektiven kritischer Theorie produktiv weiter entwickelt und füreinander zugänglich zu machen versucht.

‘Call for Papers’ der Vorbereitungsgruppe zum Tagungs-Slot

Bildquelle: Ana Gironés/Flickr

Soziale Bewegungen als Alternativen – Möglichkeiten und Grenzen

Im Rahmen der Tagung der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung (AkG), die vom 3. bis 5. Juli 2015 in Wien stattfinden wird, organisieren wir für den 4. Juli einen Workshop zu Handlungsräumen und Grenzen sozialer Bewegungen. Der Workshop verortet sich im Spannungsfeld zwischen Alternativen, Demokratie und Transnationalismus und ist offen für Beiträge, die sich mit sozialen Bewegungen im Kontext der multiplen, insbesondere auch ökonomischen Krise auseinandersetzen.
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Solidarität mit der GDL – Stoppt die Rufmordkampagne – Nein zur autoritären „Tarifeinheit“

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Die Assoziation für Kritische Gesellschaftsforschung (AKG) erklärt sich mit den Forderungen der GDL und ihren Streikaktivitäten solidarisch und verurteilt die von relevanten Teilen der Medien betriebene Rufmordkampagne gegen ihren Vorsitzenden. Es ist mit Nachdruck zu unterstützen, wenn sich Beschäftigte gegen schlechte Arbeits- und Lohnbedingungen wehren! Zudem hat der Arbeitskampf der GDL höchste Relevanz für alle Arbeitnehmer_innen, denn die geplante sog. „Tarifeinheit“ wird zur weiteren Absenkung der Arbeitsstandards führen.

Die Arbeitgeber haben in den letzten Jahrzehnten, unterstützt von der Politik, die Spaltungen der Belegschaften massiv vorangetrieben. Leiharbeit, Scheinselbständigkeit und kurzzeitige Befristung von Arbeitsverträgen sind gängige Praxis, bei der Bahn und anderswo. Die Folge ist eine Zerklüftung der Tariflandschaft bei insgesamt oft miserablen Arbeitsbedingungen und sehr geringen Löhnen: Deutschland hat mit offiziell 24% die höchste Niedriglohnrate in Europa. Um diese tarifliche „Flexibilisierung“ durchzusetzen, arbeiten die Arbeitgeber oft und gern mit kleinen Gewerkschaften zusammen, beispielsweise mit den christlichen Gewerkschaften bei der Durchsetzung des Leiharbeitstarifs.

Es ist zynisch und skandalös, wenn die Arbeitgeber jetzt nach „Tarifeinheit“ rufen und die Bahn AG gar vor einer Spaltung der Belegschaften warnt. Der DB-Konzern besteht zurzeit aus 900 selbständigen Unternehmen, aber es ist nicht die GDL, die Subunternehmen gründet und Leiharbeitsfirmen beauftragt. Vielmehr bringt die GDL ein altehrwürdiges Solidaritätsprinzip der Gewerkschaftsbewegung zur Geltung: Kampfstarke Belegschaften und Berufsgruppen wie aktuell die Lokführer treten in Auseinandersetzungen und Streiks nicht nur für sich selbst, sondern auch für „kampfschwache“ Kolleg_innen ein (z.B. Bordkellner_innen).

Das geplante Gesetz zur Entmächtigung von „kleinen“ kampfstarken Gewerkschaften richtet sich gegen die Koalitionsfreiheit und das Streikrecht insgesamt. Die versuchte Vollstreckung dieses Projekts durch die SPD und die Einbindung von Teilen der DGB-Gewerkschaften ist erschreckend, der Angriff auf verbriefte gewerkschaftliche Grundrechte alarmierend.

Hier braucht es kritische Öffentlichkeit und keine mediale Hatz gegen einen Gewerkschaftsrepräsentanten! Eine solche kritische Öffentlichkeit benennt Hintergründe und stellt Zusammenhänge her.

Kritische Medienöffentlichkeit könnte:

  • anstatt der GDL Unanständigkeit vorzuwerfen, klarstellen, dass Arbeitszeiten auf Abruf, permanente ungeplante Überstunden  und Löhne knapp am Existenzminimum zutiefst unanständig sind;
  • anstatt in die Hysterie über eine vermeintliche Verkehrskatastrophe einzustimmen, beleuchten, welche teils katastrophalen Folgen eine Politik der Privatisierung von öffentlichen Gütern und öffentlicher Infrastruktur bislang schon hatte, und welche weiteren drohen;
  • anstatt Claus Weselsky „Machtstreben“ vorzuwerfen, überlegen, welches ungeheure Ausmaß an Macht die Arbeitgeberseite derzeit bereits besitzt und welche immer drastischeren Folgen dies für die gesamte Gesellschaft haben wird, wenn Gegenkräfte nicht gestärkt werden;
  • anstatt in Permanenz über genervte Kunden zu berichten, mal diskutieren, dass die tagtägliche Nutzung der Bahn vom Einsatz lebendiger Menschen und ihrer Arbeit abhängt;
  • und nicht zuletzt: anstatt ins Horn der Bahn-AG zu stoßen und die 25 Jahre Einheitsfeier als Beleg für die Unverhältnismäßigkeit des Streiks anzuführen, daran erinnern, dass die Revolution 1989 wesentlich auch den Kampf um gewerkschaftliche Organisations- und Versammlungsfreiheit zum Inhalt hatte!

Wir fordern: Solidarität mit der GDL! Keine Rufmordkampagne gegen einen engagierten Gewerkschaftsvorsitzenden! Stop den immer einschneidenderen Verschlechterungen in der Arbeitswelt! Kein Gewerkschaftsentmächtigungsgesetz! Für die Bewahrung des Grundrechts auf gewerkschaftliche Organisierung, für die Verteidigung des Streikrechts!

Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung, 9.November 2014.

Bildquelle: CC-Lizenz Flickr by Allie Caulfield 

Workshop: Autoritärer Wettbewerbsetatismus? Zur Aktualität der Theorien von Nicos Poulantzas für eine Analyse der Eurokrise

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Wann? Freitag, 24.Oktober 2014

Zur Anmeldung und Fragen:  poulantzas@akg-online.org

Eine Veranstaltung der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung in Kooperation mit der Interventionistischen Linken

Eine Reihe von kritischen polit-ökonomischen Texten greift derzeit zur Analyse autoritärer Entwicklungen in der Eurokrise auf Theorien des marxistischen Staatstheoretikers Nicos Poulantzas zurück. Insbesondere dem Konzept des autoritären Etatismus, mit dem Poulantzas die politischen Veränderungen in Krisenzeiten zu fassen versucht, kommt dabei eine zentrale Funktion zu. Mit dem Konzept beschreibt Poulantzas eine Verselbstständigung der Exekutive und eine Stärkung bürokratischer Verfahren auf Kosten demokratischer Entscheidungsmöglichkeiten, durch die die „Berücksichtigung bestimmter Forderungen des Volkes in der Ausarbeitung staatlicher Politik […] immer zweifelhafter“ wird und in der „die rechtlich-politische Ideologie des Allgemeinwohls einer technokratischen Ideologie der Effizienz“ weicht. In der Folge lässt sich „überall das Entstehen von Kämpfen feststellen, die auf die Ausübung einer direkten Basisdemokratie zielen. Diese Kämpfe sind durch einen charakteristischen Anti-Etatismus gekennzeichnet, und manifestieren sich in der Ausbreitung von Selbstverwaltungszentren und Netzen der direkten Intervention der Massen in sie betreffende Entscheidungen: von Bürgerkomitees bis zu den Stadtteilkomitees und den verschiedenen Dispositiven der Selbstverteidigung und der Kontrolle durch das Volk“. Dem autoritären Etatismus misslingt, so Poulantzas weiter, damit „nicht nur die Erfassung der Massen in seinen disziplinarischen Ketten, d.h. die effektive ‚Integration‘ dieser Massen in seine autoritären Kreisläufe. Er provoziert vielmehr eine generelle Forderung nach direkter Basisdemokratie, d.h. eine wahrhaftige Explosion demokratischer Ansprüche“.

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Neue Publikation: Kämpfe um Migrationspolitik

Cover
Die von Mitgliedern der AkE getragene Forschungsgruppe ‘Staatsprojekt Europa’ hat die Ergebnisse ihrer vierjährigen intensiven Forschungsarbeit in einem umfassenden Sammelband dokumentiert. Ausgehend von aktuellen Debatten materialistischer Staatstheorie und kritischer Europaforschung untersuchen die Beiträge mit der Methode der ‘historisch-materialistischen Politikanalyse’ die Kämpfe um europäische Migrationspolitik. Im Mittelpunkt stehen dabei Konflikte in Deutschland, Spanien und Großbritannien sowie Auseinandersetzungen über zentrale Projekte der EU-Migrationspolitik: Blue Card, Frontex und Dublin II.

Weitere Informationen und Leseprobe

Ankündigung: AkG-Tagung ‘Zur Lage des Marxismus’

+++UPDATE: Neuer Veranstaltungsort!+++

Berlin, 13. bis 15. Dezember 2013

Ein von Oliver Nachtwey in der F.A.Z erschienener Artikel hat Anfang 2012 auf dem AkG-Verteiler
zu einer teilweise hitzig ausgetragenen Diskussion über die Lage des Marxismus in Deutschland
geführt. Dass der Artikel derartig breit diskutiert wurde und eine solche Kontroverse ausgelöst hat,
hängt auch damit zusammen, dass der Zustand des Marxismus in der Bundesrepublik und allgemein
im deutschen Sprachraum bislang kaum systematisch betrachtet wurde.

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Tagungsankündigung: Uneven Development - Geographien der Krise

Tagung der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung
27. bis 29. Juni 2013, Frankfurt am Main

In der aktuellen „multiplen“ bzw. „Vielfach-Krise“ sind Formen räumlich ungleicher Entwicklung von zentraler Bedeutung. Dies betrifft die Ursachen der verschiedenen Krisenprozesse, ihre herrschaftliche Bearbeitung und die daraus erwachsenden Folgen ebenso wie die Konjunkturen und Perspektiven emanzipatorischer Gegenstrategien und sozialer Kämpfe. Daher möchten wir die komplexen Geographien der Krise(n) und die verschiedenen Räume des Widerstands in den Mittelpunkt der kommenden AkG-Tagung stellen.
Anmeldung und weitere Informationen unter http://www.kritischegeographie.de/akg.html

AkG-Buchreihe nun als kostenloser Download verfügbar!

Staatstheorie (Cover)
Der Verlag Westfälisches Dampfboot hat uns freundlicherweise die ersten beiden Bände der AkG-Buchreihe zum vollständigen und öffentlichen Download zur Verfügung gestellt! Die entsprechenden Links finden Sie auf auf unserer Veröffentlichungsseite (hier klicken)

Internetauftritt des Arbeitskreises kritische Europaforschung (AkE)

Im Umfeld der AkG forschen und arbeiten zahlreiche Akteur_innen zu einer kritischen Theorie und Empirie der Europäischen Integration. Dafür bilden die „Vorarbeiten“ der Forschungsgruppe Europäische Integration in Marburg seit Ende der 1980er Jahre einen wichtigen Bezugspunkt. Zudem hat sich Anfang 2009 mit dem Forschungszusammenhang „Staatsprojekt Europa“ in Frankfurt ein weiteres institutionelles Standbein kritischer Europaforschung etabliert. Abseits dessen arbeiten zahlreiche Akteur_innen – teilweise recht vereinzelt – an Universitäten, in Forschungseinrichtungen, Gewerkschaften, Projekten und sozialen Bewegungen.

Daher haben wir uns im Rahmen der Tagung „Kämpfe um die institutionelle Struktur der EU in der Krise“ im Herbst 2011 in Frankfurt dazu entschieden, einen Arbeitskreis kritische Europaforschung im Rahmen der AkG einzurichten. Ziel ist es, einen überregionalen, kontinuierlichen Diskussionszusammenhang zu bilden und die Vernetzung kritischer Wissenschaft zum Thema „Europäische Integration“ voranzubringen. Dazu finden mindestens zwei Mal pro Jahr Treffen des Arbeitskreises statt.

Aktuelle Informationen zum Arbeitskreis, Veranstaltungshinweise und Veröffentlichungen finden sich ab sofort auf der neuen Homepage des Arbeitskreises!