Neuer Band in der AkG-Reihe erschienen!
Im Verlag Westfälisches Dampfboot ist erschienen:
Alex Demirović, Christina Kaindl und Alfred Krovoza (Hrsg.):
Das Subjekt - zwischen Krise und Emanzipation
Was bleibt vom Subjekt in gegenwärtigen Gesellschaften? Wird es doch in vielfacher Weise in neue kapitalistische Verhältnisse eingepasst, unterworfen und reorganisiert. Als unternehmerisches, digitalisiertes, rassifiziertes, medialisiertes, flexibilisiertes, prekarisiertes Individuum scheint es zu erodieren, zu verschwinden oder sich in multiple Elemente aufzulösen. Gleichzeitig aber wird ein Anwachsen von Autonomieansprüchen beobachtet. Kann das Subjekt also überhaupt noch Ausgangs- und Zielpunkt politisch-emanzipatorischen Handelns sein? Finden sich in ihm noch Potenziale für Freiheit? Und können Psychoanalyse, Kritische Psychologie, Gouvernementalitätsstudien oder anthropologische Ansätze diese Veränderung in der inneren Organisation des Individuums überhaupt noch fassen – oder müssen sie selbst historisiert werden?
Die AutorInnen aus der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung und der Loccumer Initiative diskutieren anhand dieser Fragen die Paradoxie der aktuellen Situation, in der die vielen Beobachtungen zur Wandlung von Subjektivität kaum noch der Entwicklung und der Funktion von Subjektivität selbst entsprechen.
Neuerscheinung: Globale Umweltpolitik und Internationalisierung des Staates
Im Verlag Westfälisches Dampfboot ist erschienen:
Ulrich Brand (Hrsg.) (2010): Globale Umweltpolitik und Internationalisierung des Staates. Biodiversitätspolitik aus strategisch-relationaler Perspektive.
Auf dem „Erdgipfel“ von Rio de Janeiro 1992 verdichteten sich die bisherigen ökologischen Bemühungen in zwei prominenten multilateralen Umweltabkommen: die Klimarahmenkonvention sowie die Konvention zu Bewahrung der biologischen Vielfalt. Ihre Effektivität wird seit einigen Jahren zwar immer skeptischer eingeschätzt, eine detaillierte Analyse der tatsächlichen Funktionsmechanismen steht aber noch aus. Diese Lücke soll nun ausgehend von zentralen Konfliktfeldern geschlossen werden. Im Fokus steht v.a. die Problematik einer Formulierung und Implementierung umweltpolitischer Konventionen in das politische System. Exemplarisch bieten sich so Einsichten in die Machtförmigkeit internationaler Politik sowie die selektiven Effekte von Vorschlägen und Institutionen, aber auch hinsichtlich eines neuen Selbstbewusstseins der Regierungen des globalen Südens. Den theoretischen Boden dieses Forschungsprojekts der Universität Wien bilden die materialistische Staats- und Hegemonietheorie – insbesondere der strategisch-relationale Ansatz von Bob Jessop und das Konzept der gesellschaftlichen Naturverhältnisse –, die kritisch beleuchtet und weiterentwickelt werden.
238 S., 24,90 €
Zur Verlagsseite gehen oder Inhaltsverzeichnis im pdf-Format herunterladen
Neuerscheinung: Das Staatsverständnis von Nicos Poulantzas
In der Reihe ‘Staatsverständnisse’ des Nomos Verlags ist erschienen:
Alex Demirović, Stephan Adolphs und Serhat Karakayali (Hrsg.) (2010): Das Staatsverständnis von Nicos Poulantzas. Der Staat als gesellschaftliches Verhältnis.
Mit seinen Studien zum kapitalistischen Staat, zu Diktaturen, zur Schwächung der Demokratie, zu Fragen des demokratischen Sozialismus hat der griechisch-französische politische Theoretiker Nicos Poulantzas maßgeblich zu einer materialistischen Theorie des Staates beigetragen. Seine Auffassung vom Staat als einem gesellschaftlichen Verhältnis hat seit den 1970er Jahren erheblichen Einfluss auf die internationale Diskussion innerhalb der kritischen Gesellschaftstheorie gehabt. Für die Analyse der Veränderung des Staates unter den Bedingungen der Globalisierung hat sich seine Theorie als außerordentlich fruchtbar erwiesen. Die Beiträge des vorliegenden Bandes befassen sich mit den verschiedenen Aspekten von Poulantzas’ Werk und arbeiten spezifische Probleme seines Ansatzes ebenso wie ihre Bedeutung für die aktuellen Debatten heraus. Manches Defizit im Verständnis der gegenwärtigen Veränderung von Staatlichkeit könnte durch eine Rezeption von Poulantzas’ ausgeglichen werden.
Reihe Staatsverständnisse, Band 30, 265 S., Broschiert, 29,- €
Neuerscheinung: Grüner Kapitalismus
In der Reihe ‘einundzwanzig’ der Rosa-Luxemburg-Stiftung ist erschienen:
Stephan Kaufmann und Tadzio Müller (Hrsg.) (2009): Grüner Kapitalismus. Krise, Klimawandel und kein Ende des Wachstums.
Mit einem Beitrag von Victor Wallis zur Agenda des grünen Kapitalismus in den USA
Reihe: einundzwanzig. der Rosa Luxemburg Stiftung, Bd. 2
Berlin: Karl Dietz Verlag Berlin 2009
ISBN 978-3-320-02211-2
272 Seiten, broschur
Kurzbeschreibung:
Gegenwärtig scheint nur ein Projekt kapitalistischer Krisenbewältigung langfristig hegemoniefähig zu sein, das die dafür nötigen Ressourcen, Akkumulationsdynamiken und Konsenspotenziale hervorbringen könnte: ein Green New Deal, eine Periode eines grünen Kapitalismus. Es gilt, von links Positionen zu entwickeln, die auf die Widersprüche eines solchen Herrschaftsprojekts verweisen und interventionsfähig sind. Zugleich sollte eine radikale Realpolitik auf eine sozialistische, sozialökologische Transformation ausgerichtet werden. Noch sind wir in einer relativ offenen geschichtlichen Situation. Die Auseinandersetzung über die Wege nach der Krise ist noch nicht entschieden.
Die vorliegende empirische Studie untersucht die materielle Realität bisheriger Politiken ökologischer Modernisierung. Sie zeigt die strategischen Konzepte der unterschiedlichen Kräfte eines grünen Kapitalismus und entwickelt eine Kritik des kapitalistischen Green New Deal. Es werden Perspektiven der Klimagerechtigkeit und der solidarischen Transformation bis hin zu einer möglicherweise notwendigen »Schrumpfungsökonomie« diskutiert.
Weitere Informationen und kostenlose Download-Möglichkeit auf der Seite der Rosa-Luxemburg-Stiftung
Neuerscheinung: Klassen im Postfordismus
Im Verlag Westfälisches Dampfboot ist unter Beteiligung mehrerer AKG-Mitglieder erschienen:
Hans-Günter Thien (Hrsg.) (2009): Klassen im Postfordismus.
Kurzbeschreibung:
Im Gegensatz zur deutschsprachigen Soziologie existiert auf internationaler Ebene, v.a. im englischsprachigen Raum, seit einiger Zeit eine elaborierte Diskussion über Klassenverhältnisse. Seit der jüngsten ‘Finanzmarktkrise’ werden diese Ansätze auch hierzulande breiter reflektiert. Dabei geht es um die durch diese Krise angezeigten Veränderungen kapitalistischer Gesellschaften und ihre Auswirkungen auf die Sozialstruktur und die mit ihr verbundenen Personengruppen.
Die AutorInnen des Bandes nehmen die Diskussion auf, führen sie in vielfältiger Weise weiter und konkretisieren sie für die aktuelle Situation. Hierzu analysieren sie u.a. die theoretischen Figuren einer ‘Welt-Arbeiterklasse’ bzw. einer ‘Welt-Bourgeoisie’, befassen sich mit Themenkomplexen wie Klasse und Geschlecht, Prekarisierung und Migration oder fragen nach Subalternität und Hegemonie. Es diskutieren u.a. Marcel van der Linden, Klaus Dörre, Max Koch, Joachim Hirsch/Jens Wissel, Ceren Türkmen und Vinyak Chaturvedi.
381 S., € 29,90
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Neuerscheinung: Raumbezogene Vergleiche in der Wissenschaft
Im Verlag Westfälisches Dampfboot ist erschienen:
Bernd Belina und Judith Miggelbrink (Hrsg.) (2009): Hier so, dort anders. Raumbezogene Vergleiche in der Wissenschaft und anderswo
Kurzbeschreibung:
Raumeinheiten werden in Wissenschaft und Politik vielfach vermessen und verglichen – die Vorgehensweise selbst bleibt dabei oft unreflektiert. Vergleiche als politische Strategie sind zwar nicht per se unlauter, vielfach aber geschickt konstruiert. Wenn also die Kreditwürdigkeit von Staaten, die Exzellenz von Universitäten, die Kriminalität in Städten oder die Profitträchtigkeit von Immobilienstandorten miteinander verglichen werden, zeigen sich darin zwei grundlegende Problematiken. Erstens: Die Praxis des Vergleichens beruht auf unvermeidlichen Denkoperationen, die aber prinzipiell im Verdacht stehen, durch willkürliche Abstraktion einem gewünschten Ergebnis zu dienen. Zweitens: Die jeweils interessierenden Phänomene werden in einer weiteren Abstraktionsleistung als territorial fixierte behandelt. So werden aus konkreten Orten Raumcontainer. Die AutorInnen, u.a. Susanne Heeg, Oliver Brüchert, Thomas Sablowski oder Eugene McCann, beleuchten deshalb Kritik und Methode raumbezogener Vergleiche.
283 S., € 29,90
Inhaltsverzeichnis (pdf)
AKG-Publikation: Globalisierung, Macht und Hegemonie
Der dritte Band aus der AKG-Reihe ist mittlerweile erschienen:
Eva Hartmann, Caren Kunze und Ulrich Brand (Hrsg.) (2009): Globalisierung, Macht und Hegemonie. Perspektiven einer kritischen Internationalen Politischen Ökonomie, Münster: Verlag Westfälisches Dampfboot, 272 S., € 24,90.
Seit mehr als 15 Jahren ist „Globalisierung“ ein weithin bekannter, vielseitig zu diskutierender Begriff. Im angelsächsischen Raum beschäftigt sich vor allem die Forschungsdisziplin der Internationalen Politischen Ökonomie (IPÖ) mit den einhergehenden Strukturveränderungen des Kapitalismus. Inhaltlich umfasst sie dabei sowohl ökonomische als auch soziokulturelle Dimensionen. Die Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung (AkG) gibt mit diesem Band Einblicke in ein plurales Forschungsprogramm, das neue Perspektiven auf das sich verändernde Verhältnis von Politik und Ökonomie eröffnet und zugleich die sich entwickelnden postnationalen Verhältnisse genauer zu begreifen sucht. Neben einer Bilanz des Status quo der Debatte werden insbesondere staats- und hegemonietheoretische Probleme behandelt sowie postkoloniale und feministische Perspektiven kritischer IPÖ entwickelt. Es schreiben Hans-Jürgen Bieling, Gülay Caglar, Friederike Habermann, Joachim Hirsch, Bob Jessop, John Kannankulam, Petra Purkarthofer, Bernd Röttger, Joscha Wullweber und Aram Ziai.
Link zur Verlagsseite
Veröffentlichung: Development Dialogue zu Postneoliberalism
Unter Beteiligung mehrere AKG-Mitglieder ist im Januar 2009 Band 51 der Zeitschrift Development Dialogue erschienen. Das Schwerpunktheft steht unter dem Thema: Postneoliberalism - A beginning Debate.
Ein Inhaltsverzeichnis gibt es unter folgendem Link:
Dort lassen sich sowohl die einzelnen Beiträge als auch das gesamte Heft kostenlos im pdf-Format herunterladen!
Neuerscheinung: Mario Candeias und Rainer Rilling (Hrsg.) - Krise
In der Reihe Texte der Rosa-Luxemburg-Stiftung ist als Band 55 erschienen:
Mario Candeias/Rainer Rilling (Hrsg.): Krise. Neues vom Finanzkapitalismus und seinem Staat
Berlin: Karl Dietz Verlag, 2009, 143 S.
Mit Beiträgen von:
Mario Candeias, Alex Demirovic, Jörg Huffschmid, Joachim Becker, Leo Panitch, Robert Brenner, Bill Tabb, Richard Wolff, Philipp Hersel, Axel Troost und Peter Wahl.
Kurzbeschreibung:
Die Krise schlägt im Zentrum zu.
Kapitulation an der Wall Street. Seit Ausbruch der Finanzkrise im Sommer 2007 ist nichts mehr wie es war. Der Kapitalismus wird von einer der tiefsten Krisen seiner Geschichte erschüttert. Anders als bisher ereignete sich das Beben nicht an den Rändern, sondern im Zentrum des globalen Finanzkapitalismus, den USA. In der Folge droht nicht nur die Kernschmelze des Finanzsystems, vielmehr naht eine Weltwirtschaftskrise. Wo liegen tiefere Ursachen jenseits der Überspekulation mit Hypothekenkrediten?
Nun kommt die Frage nach der Rolle des Staates zurück in die Debatte. Das Kapital fleht um staatliche Hilfen, alte Glaubenssätze werden über Bord geworfen, Banken verstaatlicht. Der Staat rettet den Kapitalismus. Doch welchen Charakter nimmt der neue Staatsinterventionismus jenseits des Krisenmanagements an? Markiert er bereits den Anfang vom Ende des Neoliberalismus? Sind wir jetzt alle wieder Keynesianer? Von welchem neoliberalen Finanzmarktkapitalismus und welchem Staat wird dabei ausgegangen? Welche globalen und sozialistischen Strategien sind dagegenzusetzen? Weiterlesen (externer Link)…
Die Publikation kann hier direkt im pdf-Format heruntergeladen werden (externer Link)
Neuerscheinung: AkG-Tagungsbände
Im Verlag Westfälisches Dampfboot sind im November 2008 die ersten beiden Bände der AkG-Tagungsreihe erschienen:
Jens Wissel und Stefanie Wöhl (Hrsg.): Staatstheorie vor neuen Herausforderungen. Analyse und Kritik
Noch vor kurzem erschien der Nationalstaat in den internationalen staatstheoretischen Debatten bestenfalls als ein Überbleibsel aus vergangenen Zeiten. Neuerdings ist jedoch sein erstaunliches Comeback in den sozialwissenschaftlichen Diskursen zu beobachten. Weiterlesen…
Alex Demirović (Hrsg.): Kritik und Materialität
Der epistemologische und institutionelle Raum für kritisch-materialistische Forschung in Deutschland wird immer enger. Neben diesem institutionellen negativen Aspekt hat sich positiv das Verständnis dessen verändert, was als materialistische und kritische Theorie gelten kann. Weiterlesen…
Weitere Informationen und downloads zu diesen Bänden finden sie auf der Seite Publikationen

