Für weitere Informationen sowie die detaillierten Tagungsprogramme klicken sie bitte auf den jeweiligen Link in der rechten Spalte!
HINWEIS:
Seit ihrer Gründung im Juni 2004 veranstaltet die Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung in der Regel zwei große Tagungen pro Jahr. Wegen der Überarbeitung unseres Internetauftrittes stehen die Informationen über vergangene Tagungen bis einschließlich 2010 derzeit leider noch nicht zur Verfügung...
Jahr
Titel und Kurzbeschreibung
2012
(Wiesbaden)
Comparison, Analysis, Critique – Critical Perspectives on the Diversity of Contemporary Capitalism(s)
Auf der Tagung wird es darum gehen, einmal kritisch die gegenwärtig dominanten Ansätze der "vergleichenden Kapitalismusforschung" (Varieties of Capitalism usw.) in den Blick zu nehmen, sowie auf eine Stärkung diverser Perspektiven aus dem Bereich der kritischen politischen Ökonomie in Hinblick auf ihre Beiträge zur Analyse der räumlich-institutionellen Diversität des Gegenwartskapitalismus hinzuarbeiten. Sie wird im Sinne der zahlreichen internationalen Vortragenden - neben der Schweiz, Österreich und Deutschland auch aus den Niederlanden, Irland und Großbritannien - überwiegend in englischer Sprache stattfinden.
Kämpfe um die institutionelle Struktur der EU in der Krise
Während die neoliberale Integrationsweise der EU sich weiter radikalisiert, wird deutlich, dass sie keine plausiblen Antworten auf die immer noch anhaltende Wirtschafts- und Finanzkrise geben kann. Im Gegenteil, neoliberale Politik wirkt krisenverstärkend.
Der Beitrag der sozialwissenschaftlichen „Europaforschung“ zur kritischen Analyse dieser Entwicklungen ist marginal. Herrschaftskritische Ansätze sind hier randständig, auch weil sie die Rolle der EU lange Zeit unterschätzt haben. Die AkG-Tagung reagiert auf diese Leerstelle. Vor dem Hintergrund der massiven und multiplen Krisen, führt sie unterschiedliche kritische Perspektiven auf den europäischen Integrationsprozess zusammen. Ziel der Tagung ist es, den Strang einer kritischen Europaforschung aufzugreifen und weiterzuentwickeln.
Transformation der Lebensweisen: Alternativen zum neoliberalen Kapitalismus
ie jüngste Wirtschafts- und Finanzkrise scheint erfolgreich im Sinne herrschender Kräfte bearbeitet zu werden, auch wenn es in einigen Ländern immer wieder zu heftigen Krisen kommt – bzw. gerade dadurch – und sich derzeit in Europa ein Muster der Austeritätspolitik durchsetzt. Soziale Bewegungen und andere emanzipatorische Kräfte drohen in dieser Konstellation durch die Tatsache geschwächt zu werden, dass sie zwar die Delegitimierung des neoliberalen Gesellschaftsumbaus erfolgreich vorantreiben, kaum aber zur Entwicklung grundlegender Alternativen beitragen können. So zumindest sieht es – im Unterschied zu Nordafrika oder Lateinamerika – in den Ländern des globalen Nordens aus.
Auf der Tagung haben wir allgemein und anhand exemplarischer Felder Erfahrungen und Strategien von sozialen Akteuren genauer diskutiert.
Neben der unterschiedlichen Interpretation ist vor allem die Operationalisierung des Begriffs problematisch. Oft treten erst bei der Frage, wie in einer empirischen Herangehensweise hegemoniale Zustände untersucht und diagnostiziert werden können, die Schwierigkeiten bei der Definition des Begriffs selbst zutage. Es sind aber nicht nur begriffliche, sondern auch methodische Fragen, die sich sofort stellen: Wird die Hegemonie durch eine Analyse der Institutionen bestimmt, durch eine Analyse der Diskurse? Wie genau wird Vorherrschaft gefasst?
Periphere Staatlichkeit im Kontext globaler Kräfteverhältnisse
Zentrale Begriffe wie "Staat", "Zivilgesellschaft" oder "Subjektivierung" stehen aufgrund unterschiedlicher
theoretischer Hintergründe und Interpretationen sowie mangels ausführlicher Diskussionsmöglichkeiten zumeist unverbunden nebeneinander. Dies wird vor allem deutlich, stellt man die "klassischen" europazentrierten Sozialwissenschaften jenen Ansätzen gegenüber, die sich entweder aus globaler Perspektive mit den Beziehung zwischen Zentren und Peripherien oder aber aus einer regionalen Perspektive mit Südostasien oder Afrika beschäftigen.
Ziel der Tagung war es somit, den Dialog zwischen unterschiedlichen theoretischen und empirischen Traditionen zu stärken und aus einer konstruktiven Auseinandersetzung heraus über den Tellerrand des eigenen Forschungsgebietes zu blicken.
Tagungen
Bisherige Tagungen der AkG
Für weitere Informationen sowie die detaillierten Tagungsprogramme klicken sie bitte auf den jeweiligen Link in der rechten Spalte!HINWEIS:
Seit ihrer Gründung im Juni 2004 veranstaltet die Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung in der Regel zwei große Tagungen pro Jahr. Wegen der Überarbeitung unseres Internetauftrittes stehen die Informationen über vergangene Tagungen bis einschließlich 2010 derzeit leider noch nicht zur Verfügung...
(Wiesbaden)
Auf der Tagung wird es darum gehen, einmal kritisch die gegenwärtig dominanten Ansätze der "vergleichenden Kapitalismusforschung" (Varieties of Capitalism usw.) in den Blick zu nehmen, sowie auf eine Stärkung diverser Perspektiven aus dem Bereich der kritischen politischen Ökonomie in Hinblick auf ihre Beiträge zur Analyse der räumlich-institutionellen Diversität des Gegenwartskapitalismus hinzuarbeiten. Sie wird im Sinne der zahlreichen internationalen Vortragenden - neben der Schweiz, Österreich und Deutschland auch aus den Niederlanden, Irland und Großbritannien - überwiegend in englischer Sprache stattfinden.
(Frankfurt am Main)
Während die neoliberale Integrationsweise der EU sich weiter radikalisiert, wird deutlich, dass sie keine plausiblen Antworten auf die immer noch anhaltende Wirtschafts- und Finanzkrise geben kann. Im Gegenteil, neoliberale Politik wirkt krisenverstärkend.
Der Beitrag der sozialwissenschaftlichen „Europaforschung“ zur kritischen Analyse dieser Entwicklungen ist marginal. Herrschaftskritische Ansätze sind hier randständig, auch weil sie die Rolle der EU lange Zeit unterschätzt haben. Die AkG-Tagung reagiert auf diese Leerstelle. Vor dem Hintergrund der massiven und multiplen Krisen, führt sie unterschiedliche kritische Perspektiven auf den europäischen Integrationsprozess zusammen. Ziel der Tagung ist es, den Strang einer kritischen Europaforschung aufzugreifen und weiterzuentwickeln.
(Wien)
ie jüngste Wirtschafts- und Finanzkrise scheint erfolgreich im Sinne herrschender Kräfte bearbeitet zu werden, auch wenn es in einigen Ländern immer wieder zu heftigen Krisen kommt – bzw. gerade dadurch – und sich derzeit in Europa ein Muster der Austeritätspolitik durchsetzt. Soziale Bewegungen und andere emanzipatorische Kräfte drohen in dieser Konstellation durch die Tatsache geschwächt zu werden, dass sie zwar die Delegitimierung des neoliberalen Gesellschaftsumbaus erfolgreich vorantreiben, kaum aber zur Entwicklung grundlegender Alternativen beitragen können. So zumindest sieht es – im Unterschied zu Nordafrika oder Lateinamerika – in den Ländern des globalen Nordens aus.
Auf der Tagung haben wir allgemein und anhand exemplarischer Felder Erfahrungen und Strategien von sozialen Akteuren genauer diskutiert.
(Berlin)
Neben der unterschiedlichen Interpretation ist vor allem die Operationalisierung des Begriffs problematisch. Oft treten erst bei der Frage, wie in einer empirischen Herangehensweise hegemoniale Zustände untersucht und diagnostiziert werden können, die Schwierigkeiten bei der Definition des Begriffs selbst zutage. Es sind aber nicht nur begriffliche, sondern auch methodische Fragen, die sich sofort stellen: Wird die Hegemonie durch eine Analyse der Institutionen bestimmt, durch eine Analyse der Diskurse? Wie genau wird Vorherrschaft gefasst?
(Marburg)
Zentrale Begriffe wie "Staat", "Zivilgesellschaft" oder "Subjektivierung" stehen aufgrund unterschiedlicher
theoretischer Hintergründe und Interpretationen sowie mangels ausführlicher Diskussionsmöglichkeiten zumeist unverbunden nebeneinander. Dies wird vor allem deutlich, stellt man die "klassischen" europazentrierten Sozialwissenschaften jenen Ansätzen gegenüber, die sich entweder aus globaler Perspektive mit den Beziehung zwischen Zentren und Peripherien oder aber aus einer regionalen Perspektive mit Südostasien oder Afrika beschäftigen.
Ziel der Tagung war es somit, den Dialog zwischen unterschiedlichen theoretischen und empirischen Traditionen zu stärken und aus einer konstruktiven Auseinandersetzung heraus über den Tellerrand des eigenen Forschungsgebietes zu blicken.