2007: Kritische IPÖ

Kritische Internationale Politische Ökonomie: Theoretische und empirische Herausforderungen

Tagung am 21.-23.09.07 an der Universität Kassel (Neuer Senatssaal)

Die Internationale Politische Ökonomie (IPÖ) befasst sich mit der Vermittlung von ökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen im Kontext inter- bzw. transnationaler Umbrüche. Im Zuge der Globalisierung hat sie in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Nicht nur ÖkonomInnen und PolitikwissenschaftlerInnen, auch viele HistorikerInnen, GeographInnen und WissenschaftlerInnen aus anderen sozialwissenschaftlichen Disziplinen beteiligen sich an den hierbei aufbrechenden Kontroversen. Vereinfacht gesprochen, lassen sich die meisten Beiträge entweder einer marktliberal-institutionalistischen oder aber kritisch-heterodoxen IPÖ zurechnen.

Auf dem Workshop soll zum einen theoretisch reflektiert werden, inwiefern die kritisch-heterodoxe IPÖ einen wichtigen Beitrag für die Weiterentwicklung einer kritischen bzw. historisch-materialistischen Gesellschaftstheorie leisten kann. Zum anderen soll aber auch gegenstandsbezogen, also empirisch diskutiert werden, ob sich die in der internationalen politischen Ökonomie abzeichnenden Machtverschiebungen - so vor allem der Aufstieg der sog. „BRIC-Staaten” (Brasilien, Russland, Indien und China) - neue Krisenprozesse in Gang setzen, aber auch neue Gestaltungsoptionen für progressive Bewegungen eröffnen. So betrachtet untergliedert sich der Workshop in zwei größere Themenblöcke.

Programm

Freitag, 21.09.07
13.00-19.30 Theoretische Konzeptionen, Fragestellungen und Analyseraster der kritischen IPÖ
13.00-13.30 Begrüßung und Einführung von Caren Kunze (Kassel), Uli Brand (Wien)
13.30-14.30 Analyseperspektiven der IPÖ: Leo Bieling (Marburg)
Kaffeepause
15.00-16.00 Soziologische Perspektiven auf die IPÖ-Diskussion: Klaus Dörre (Jena)
16.00-17.00 Cultural Political Economy: Joscha Wullweber (Hamburg)

Kaffeepause
17.15-18.15 Die internationale politische Ökonomie der TNKs aus kritischer Sicht: Hartwig Hummel (Düsseldorf)
Offene Diskussion
19.00-20.00

Thematische Arbeitsgruppen

* IPÖ in der Lehre
* Was ist kritisch an der IPÖ?
* Periphere Staatlichkeit (Ilker Atac, Katharina Lenner, Wolfram Schaffar)
* Weitere Vorschläge (ad hoc oder bis Anfang September Bescheid geben)

Gemeinsames Abendessen

Samstag, 22.09.07
9.00-13.30 Transformation der Nord-Süd-Beziehungen in der internationalen politischen Ökonomie
9.00-9.30 Berichte aus den AGs
9.30-10.30 Anregungen einer postmodernen IPÖ: Christoph Scherrer (Kassel)
Kaffeepause
10.45-11.45 Erweiterter globaler Konstitutionalismus: Eva Hartmann (Lausanne)
11.45-12.45 Indien in der int. politischen Ökonomie: John Neelsen (Tübingen)
Mittagspause
14.00-15.00 China in der int. politischen Ökonomie: Stefan Schmalz (Kassel)
15.00-16.00 Lateinamerika in der internationalen politischen Ökonomie: Miriam Heigl(München) und Ingo Malcher (Berlin)
16.15-17.15 Abschlussdiskussion: Die BRIC-Staaten in der internationalen politischen Ökonomie
17.30-19.00 Organisatorisches - Perspektiven der AKG
Sonntag, 23.09.07
9.00-13.00 Diskussion über die Konkretisierung des Arbeitsprogramms der AKG (Buchreihe, Jahresband etc. ???)

Anmeldung und AG-Vorschläge über Caren Kunze


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Die Assoziation...

für kritische Gesellschaftsforschung (AkG) hat sich im Juni 2004 als offener Zusammenschluss von Sozialwissenschaftlerinnen und –wissenschaftlern aus dem deutschsprachigen Raum (Deutschland, Schweiz, Österreich) gegründet. Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit ist die Diskussion gesellschaftskritischer Theorieansätze, deren Reproduktion und Weiterentwicklung in Zeiten ihrer zunehmenden Marginalisierung an den Hochschulen gesichert werden soll.